Unterwegs Richtung Schottlands Norden – zweiter Tag

Für uns ging es nach Stirling weiter nach Nordwesten. Durch den „Loch Lommond and The Trossachs National Park“ der A85 folgend bis Tyndrum, dort auf die A82 durch Bridge of Orchy, über den Black Mount und dann durch das Glen Coe (ich sag nur James Bond) am Ben Navis vorbei bis Ballachulish zwischen Loch Linnhe und Loch Leiven gelegen, weiter nach Norden bis Inverlochy Castle und Fort William.

Glen Coe

In Fort William haben wir Lebensmittel eingekauft, die uns die nächsten Tage reichen sollten, um nicht in den Highlands auf Supermarktsuche gehen zu müssen. Und da wir ja jetzt schon einmal in der Nähe waren, haben wir den Umweg westwärts auf uns genommen, auf der A830 am Loch Eil vorbei zum Glenfinnan Viadukt – schließlich wollten wir einmal die berühmte Brücke sehen, über die der Hogwarts-Express zu jedem neuen Schuljahresbeginn fährt…. Also die Kinder fanden, es „hat sich voll gelohnt“ die Strecke runterzureißen, die wir ja auch wieder zurückfahren mussten, um wieder auf die A82 nach Norden zu gelangen. Nun, ich konnte mir im vor abendlichen Zwielicht das Glenfinnan Monument anschauen – auch nicht schlecht!

Glenfinnan Viaduct

Nur noch ein paar Kilometer am Loch Lochy entlang bis dieser vom Caledonian Canal gespeist wird, dann konnte ich nicht mehr und war wirklich sehr erschöpft. Ist schließlich nicht wirklich nur pure Entspannung, mit einem Wohnmobil auf der „falschen“ Straßenseite unterwegs zu sein…. Wie gut, dass es für alles eine App gibt – und in diesem Fall sogar eine sehr nützliche: park4night. Diese haben wir nach Stellplätzen für Campervans in der Nähe befragt und einen sehr ruhigen, wenn auch nicht mehr einsamen, Stellplatz im Wald direkt an der Schleuse des Kanalausgangs in den See gefunden. Für genau solche Gelegenheiten haben wir ja unser Wohnmobil gemietet: dort übernachten, wo man gerade ist und sich wohl fühlt! Rasch ein Abendessen gezaubert in der Bordküche und dann müde in die Schlafsäcke gekuschelt, um Kraft für den nächsten Tag zu sammeln.

Wohnmobil oder B&B?

Wir haben uns aus folgenden Gründen für ein Wohnmobil entschieden.

Ganz einfach: weil wir so mobil wie möglich sein wollen, um so viel wie möglich im vorgegebenen Zeitrahmen zu sehen, damit wir unabhängig sind von Vorausbuchungen für B&Bs oder sonstigen Unterkünften – und weil ich persönlich aus dem Alter raus bin, meine Nächte in Zelten auf Luftmatratzen und Co. zu verbringen. Aus genau diesen Gründen haben wir uns für ein Wohnmobil entschieden. Maximale Flexibilität in der Tourenplanung, gewisser Luxus (Toilette, Matratze etc.) bei 100%iger Übernachtungsmöglichkeit.

Tipp: Wer sicher sein möchte, das Wohnmobil seiner Wünsche zu erhalten, sollte sich sehr rechtzeitig um eine Buchung kümmern. Und obwohl ich sehr sicher Englisch spreche, habe ich mich für eine deutsche Vermittlungsagentur entschieden – allein aus dem Grund, dann im Notfall einen deutschen Ansprechpartner zu haben, mit dem ich in aufgewühltester Nervenverfassung in meiner Muttersprache kommunizieren kann.

Warum ich mir das antue? 

Ich bin schon von einigen Seiten voller Unverständnis gefragt worden, warum ich mir den Stress auf einer Rundreise mit den Kids im Wohnmobil antun möchte und das auch noch in einer Region ohne Schönwettergarantie.

Zum einen, weil Schottland schon immer einer meiner persönlichen Sehnsuchtsorte war und immer noch ist, zum anderen, weil die Kinder in ein Alter kommen, bei dem ich mir nicht sicher sein kann, wie viele Urlaube wir tatsächlich noch in dieser Zusammensetzung verbringen werden – und da möchte ich als Mutter Erinnerungen kreieren, die bei uns allen hoffentlich positiv sein werden. Der tolle Nebeneffekt wird sein, dass sie dann ihr Schulenglisch anwenden müssen, nur um herauszufinden, dass sie zumindest an den beiden ersten Tagen nur die Hälfte verstehen werden… (Böse Mama – kicher!). Und wer weiß, vielleicht werden sie genauso zu Schottlandfans wie ihre Mutter und es wird nicht ihre letzte Reise dorthin – schließlich gibt es noch weit mehr zu entdecken als wir es in unserem Urlaub tun werden.

Frau Stadtführerin in den Medien

Frank Keil, E-Paper & Magazin, Popscene Saarland & Luxemburg

Das Team von allgäu.tv hat mich zum Mittelalter in Lindau interviewt. Schaut euch an, was ich zu erzählen wusste!

Das Team von allgäu.tv hat mich zu Lindau und unserem Kulturleben in der Stadt interviewt. Schaut euch an, was ich zu erzählen wusste!